Landkreis Dahme-Spreewald – Pressemitteilung vom 20.05.2020

Dahme-Spreewald ermöglicht schrittweise Normalbetrieb in Kitas

Landkreis erlässt Allgemeinverfügung für ausgeweitete Kindertagesbetreuung /

Der Landkreis Dahme-Spreewald hat heute weitere Schritte zur Rückkehr in die normale Kindertagesbetreuung veranlasst. Um den Weg für die Ausweitung auf den eingeschränkten Regelbetrieb zu bereiten, ist nun eine neue Allgemeinverfügung erlassen worden. Damit können ab der kommenden Woche wieder mehr Kinder in Krippen, Kitas, Horten sowie der Kindertagespflege im Landkreis betreut werden. Die schrittweise Öffnung erfolgt mit Blick auf das eingedämmte Infektionsgeschehen, die Einhaltung der Hygieneregeln und die vorhandenen Betreuungskapazitäten in den kommunalen Einrichtungen vor Ort.

Die sogenannte „Allgemeinverfügung zur Regelung des Betriebs von Einrichtungen der Kindertagesbetreuung im Zusammenhang mit der Bekämpfung der SARS-CoV-2-Pandemie“ ermöglicht die Rückkehr von der derzeitigen Notbetreuung zum durch den Infektionsschutz eingeschränkten Regelbetrieb in zwei Stufen: Zunächst werden ab Mittwoch, 27. Mai, neben den bereits in der Notbetreuung befindlichen Kindern auch Vorschulkinder zur Betreuung zugelassen. Sofern einzelne Kommunen und freie Träger die Ausweitung der Kindertagesbetreuung bereits ab Montag, 25. Mai, vollumfänglich umsetzen können, ist ihnen dies bereits gestattet. Zudem können die Kindertagespflegestellen ab dem 27. Mai wieder uneingeschränkt ihre Tätigkeit aufnehmen. Ab dem 01. Juni steht dann allen Kindern wieder ein Anspruch auf Betreuung im Rahmen des eingeschränkten Regelbetriebs im Umfang des Betreuungsvertrages zu.

Der Betrieb der Kindertagesbetreuung sowie der Kindertagespflege ist im Landkreis Dahme-Spreewald jedoch nur unter vorgeschriebenen Maßgaben zulässig. Zu diesen Bestimmungen zählt ein nach dem Infektionsschutzgesetz vorzulegender Hygieneplan, der bestimmte Desinfektions-, Reinigungs- und Lüftungsintervalle, Händehygiene sowie Husten- und Nies-Etikette und ein Betretungsverbot der Einrichtung für Personen mit Anzeichen einer Corona-Infektion vorgibt. Die Allgemeinverfügung legt zudem fest, dass beim Bringen und Abholen des Kindes in separierten Bereichen das Abstandsgebot von eineinhalb Metern einzuhalten und einrichtungsfremde Personen eine Mund-Nasen-Bedeckung während ihres Aufenthalts in der Einrichtung zu tragen haben. Geregelt ist daneben, dass die Betreuung in festgelegten Gruppen durch stets dasselbe pädagogische Personal stattzufinden hat. Die einzelnen Gruppen sind jeweils in einem fest zugewiesenen Raum, der nicht anderweitig genutzt werden darf, zu betreuen ― dies soll eine Nachvollziehbarkeit der Infektionsketten sicherstellen und so im Erkrankungsfall die Schließung der gesamten Kinderbetreuungseinrichtung verhindern. Die Gruppengrößen sind entsprechend den räumlichen Kapazitäten von den Einrichtungen festzulegen.

Mit der Rückkehr der Kindertagesbetreuung in den eingeschränkten Regelbetrieb steht vor allem das Recht der Kinder auf ein regelmäßiges Bildungsangebot in den Einrichtungen im Vordergrund. Diese Rückkehr erscheint angesichts des derzeit eingedämmten Infektionsgeschehens als vertretbar und geboten. Nach aktuellem wissenschaftlichem Erkenntnisstand sind die Kinder am wenigsten am Infektionsgeschehen beteiligt. Die nun veröffentlichte Allgemeinverfügung ist von der Kreisverwaltungsspitze im Vorfeld mit den Bürgermeistern und Amtsdirektoren der Dahme-Spreewald-Kommunen sowie Vertretern der Freien Träger der Jugendhilfe abgestimmt worden, da die Kommunen und Einrichtungen vor Ort der Hauptansprechpartner und Entscheider über die Betreuung im nun festgelegten Rahmen des eingeschränkten Regelbetriebs sind.

Landkreis nutzt Gestaltungsspielraum

Mit der gestrigen Ankündigung der Landesregierung, durch die neuerliche Änderung der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung den Weg zur sogenannten eingeschränkten Regelbetreuung in den Kitas freizumachen, können ab kommende Woche wieder mehr Kinder in Krippen, Kitas, Horten und Kindertagespflegestellen betreut werden. Der neu geschaffene Absatz 10 im Paragraph 13 der Verordnung erlaubt die Rückkehr der Kindertagesbetreuung in den Regelbetrieb, eingeschränkt durch die Infektionsschutzmaßnahmen. Den Gestaltungsspielraum für die Öffnung der Kindertagesstätten hat das Land somit den Landkreisen und kreisfreien Städten ab dem 25. Mai im Hinblick auf verfügbare Betreuungskapazitäten überlassen. Der Landkreis Dahme-Spreewald hat diesen Gestaltungsspielraum in Form der heute erlassenen Allgemeinverfügung genutzt, um den Eltern und Kindern wieder schrittweise ihre Normalität zurückzugeben.

Aktuelle Corona-Lage im Landkreis

Das Gesundheitsamt informiert zur tagesaktuellen Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19: Im Dahme-Spreewald-Kreis sind 227 Corona-Patienten wieder genesen. Damit sind derzeit lediglich noch sieben Personen tatsächlich erkrankt, wovon sich eine in stationärer Behandlung befindet. Insgesamt vom Labor bestätigt wurden bisher unverändert 242 positive Fälle der Infektion. Nach wie vor sind acht Todesfälle zu beklagen. Es sind noch 24 Personen in Quarantäne und 105 als Verdachtsfall eingestufte Personen warten auf ein Testergebnis. Folgendes Bild der Erkrankten (Genesenen) ergibt sich in den Kommunen: Königs Wusterhausen 79 (68), Schönefeld 44 (44), Zeuthen 21 (20), Lübben 18 (18), Wildau 12 (12), Amt Schenkenländchen 12 (12), Mittenwalde 12 (12), Gemeinde Heidesee 9 (9), Gemeinde Bestensee 6 (6), Amt Unterspreewald 5 (5), Gemeinde Schulzendorf 5 (5), Stadt Luckau 5 (4), Gemeinde Märkische Heide 5 (4), Amt Lieberose/Oberspreewald 5 (5), Eichwalde 3 (2) und Gemeinde Heideblick 1 (1).

Quelle: Landkreis Dahme-Spreewald –Link

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.